Bei Mülheimer Familie erschien grüner Weihnachtsmann

Nicht in rot und weiß, sondern in grün und beige bekleidet und mit einer weißen Schirmmütze auf dem Kopf, erschien völlig überraschend ein Weihnachtsmann an der Haustür einer Mülheimer Familie, die Ende November von einem bösen Schicksalsschlag getroffen worden war.

Die Polizeistiftung David + Goliath hatte erfahren, dass der 52-jährige Familienvater plötzlich im Schlaf verstorben war und von seiner 15-jährige Tochter leblos in der Wohnung gefunden wurde. Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, das Leben des Taxifahrers zu retten.

Neben dem Schicksalsschlag, den die Familie zu verarbeiten hatte, kamen erhebliche finanzielle Probleme hinzu. Ersparnisse waren nicht vorhanden, ein Einkommen stand sofort nicht mehr zur Verfügung. Die 45-jährige Ehefrau war zum Beispiel gezwungen, den Teppichboden im Wohnzimmer der bescheidenen Wohnung zu entfernen, weil der Vater auf diesem im Todeskampf behandelt worden war. Seine Tochter war psychisch nicht mehr in der Lage, das Zimmer auf dem Boden zu betreten und blieb fortan im kleinen Flur stehen.

Für die Neuanschaffung eines neuen Teppichbodens war natürlich kein Geld mehr vorhanden. Hinzu kam das nicht mehr einlösbare Versprechen des Vaters, seiner Tochter ein schickes Jugendzimmer zu Weihnachten zu schenken, um dort zukünftig ihre Freunde in einer schöneren Atmosphäre empfangen können.

Kurz vor dem Weihnachtsfest springt die Polizeistiftung David + Goliath kurzfristig und unbürokratisch ein. Mit 2.000 Euro unterstützt die Stiftung die bedürftige Familie, die sofort nach den Weihnachtstagen einen neuen Teppichboden kaufen und dem Mädchen ein Jugendzimmer aussuchen wird.

Kuratoriumsvorsitzende und Polizeipräsidentin Gisela Röttger-Husemann zeigte sich bewegt von dem Schicksal der Mülheimer Familie und freute sich, dass es durch die Polizeistiftung zum wiederholten Mal möglich war, ganz zielgerichtet und kurzfristig helfen zu können.